Barmherzige Brüder bei Wallstabe & Schneider

Werkstätte auf Firmengelände des Dichtungsherstellers eingerichtet
Patrick Weigert von den Barmherzigen Brüdern beim der Montage von Gummi-Metall-Verbundteilen mit (stehend v.l.) Jürgen Wallstabe, Geschäftsführender Gesellschafter von Wallstabe & Schneider, Reinhard Kiefl, Gruppenleiter Barmherzige Brüder, Klaus Steinbrunner, Referent für Arbeitssicherheit bei Wallstabe & Schneider und Reinhard Fuchs, Abteilungsleiter Barmherzige Brüder.

Die langjährige Partnerschaft zwischen Dichtungshersteller Wallstabe & Schneider und der Eustachius-Kugler-Werkstatt der Barmherzigen Brüder in Straubing wurde weiter intensiviert. Seit Mitte April hat Wallstabe & Schneider für den Partner eine Werkstätte auf dem Firmengelände eingerichtet.

Die Werkstattbeschäftigten der Barmherzigen Brüder sind Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen, die aber in der Lage sind, einfachere handwerkliche Tätigkeiten zu übernehmen. Für Wallstabe & Schneider werden rund 350 verschiedene Dichtungen bearbeitet. Dazu zählt das Verpacken und Etikettieren, die Montage von Verbundteilen und die Aufbringung von Farbpunktmarkierungen.

Früher wurden diese Arbeiten in der Werkstatt in Straubing durchgeführt. Bedingt durch die Corona-Pandemie musste die Arbeitsplatzgestaltung neu organisiert werden, um genügend Abstand zwischen den Beschäftigten zu gewährleisten und diese so vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. Räumlichkeiten in einem Wohnhaus in Bogen dienten als Übergangslösung, doch optimale Platzverhältnisse gab es auch hier nicht.

Als Wallstabe & Schneider von der Situation erfuhr, bot man den Barmherzigen Brüdern eine leerstehende Produktionshalle in Niederwinkling als neuen, zusätzlichen Arbeitsplatz an. Geschäftsführender Gesellschafter Jürgen Wallstabe betont, dass diese Lösung Vorteile für beide Seiten bringt: „Wir stellen die Räumlichkeiten zur Verfügung und sparen uns dafür den täglichen Transport unserer Dichtungen von und nach Straubing, damit ist allen geholfen.“

In den Räumen des Automobilzulieferers können die 14 Beschäftigten ihre Arbeitstische in ausreichendem Abstand platzieren. Extra Ruhe- und Pausenräume wurden eingerichtet und auch ein separater rollstuhlgerechter Eingang geschaffen. „Unsere Beschäftigten sind sehr stolz, dass sie unter dem Dach eines so bekannten Unternehmens wie Wallstabe & Schneider arbeiten dürfen“, berichtet Gruppenleiter Reinhard Kiefl. Werkstattbeschäftigter Patrick Weigert bekräftigt, dass dies ein „cooler Arbeitsplatz“ sei. Auch Abteilungsleiter Reinhard Fuchs betont, dass hier ein guter Schritt in Richtung gelebter Inklusion gelungen sei. (ew)